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FREILICHTMUSEUM VYSOČINA

 

Im Freilichtmusem Vysočina in Veselý Kopec befinden sich überwiegend holzgezimmerte Gehöfte der Kleinbauern aus einem Teil der Böhmisch Mährischen Höhe. Nicht unbedeutende Aufmerksamheit wird auch den technischen Volksbauten mit Wasserantrieb gewidmet. Die Expositionen sind in den folgenden Zeitraum datiert: von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts (als wegen der gesellschaftlichen Veränderungen die Möglichkeit der Privatwirtschaft abgeschafft wurde).

Die einzelnen Objekte dokumentieren den speziellen Bau der Regionen Böhmisch-Mährische Höhe und Železné Gebirge. Zugleich dokumentieren sie und die innere Ausstattung nicht nur die Bauentwicklung in diesem Zeithorizont, sondern auch die Lebensweise der einzelnen Familien und ihre soziale Stellung in der Gesellschaft.

Heute gehört Veselý Kopec und der ganze Volksbautenkomplex zu den bedeutendsten und wertvollsten Expositionen des Volksbauwesens in der Tschechischen Republik. Alle Objekte sind denkmalgeschützt und das vor allem wegen ihres einzigartigen, aussagenden Wert über das Leben der Volksschichten.

 

Der Volksbautenkomplex Bethlehem in Hlinsko ist eine einzigartige Gesamtheit, mit vor allem holzgezimmerter Bebauung im Stadtzentrum. Seine Entstehung fällt in die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Handwerksentwicklung und der Möglichkeit des Bevölkerungsumzugs nach dem Herausgeben vom Toleranzpatent im Jahre 1781.

Weil der Bedarf an neuen Häusern anstieg, gliederte sich die Rychmburger-Herrschaft in der Mitte des 18. Jahrhunderts in das Gebiet der ehemaligen Gemeindeweiden am rechten Ufer des Flusses Chrudimka aus. Und gerade hier begannen Kleinhandwerker – vor allem Töpfer und Weber – ihre Häuser zu bauen. So entstand ein Teil der Stadt, der Bethlehem genannt wurde. Im Jahre 1731 waren auf diesem Platz nur zwei Landhäuser und es ästen sich zwei Viehherden, die die Hirten weideten. Nach ungerfähr hundert Jahren wurde dieser Platz schon völlig bebaut; zwischen den Häusern blieben nur enge Gassen.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts begann man die traurigere Geschichte des Bethlehems zu schreiben. Seit den 60er Jahren fing die fortlaufende Zerstörung der einzigen Häuser an. Sie hing mit der Veränderung der Lebensweise und mit dem Bevölkerungsumzug in die modernen Wohnungen zusammen. Die Häuser blieben leer, verkamen und verschwanden mit der Zeit. Obwohl die Arbeiter der Denkmalpflege lange Jahre auf den enormen Wert dieses Besiedlungskomplexes hinwiesen, begann seine Rettung erst am Ende der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Anfang 1989 verabredeten entsprechende Institutionen die Rettung des Zentralteils von Bethlehems. Bethlehem wurde 1995 zum Denkmalschutzgebiet ernannt. Die Rettung nahm das Nationaldenkmalschutzamt mittels des Freilichtmuseum Vysočina auf.